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Tommy2Rock

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Dienstag, 17. Januar 2017, 13:13

[Prost-Mittelalter-Party-Rock] Haggefug - Metgefühl (2016)




Tracklist:
01. Metgefühl
02. Met, Wirt, Bestellt!
03. Trink aus!
04. Krähenweise
05. Spielmannssünden
06. In der Schenke
07. Tapferes Herz
08. Ai Vis Lo Lop
09. Villemann of Manghild
10. Danse du ventre
11. Seemannsgarn
12. Plattgekontert (Bonus)


Haggefugg bieten "Prost-Mittelalter-Party-Rock" , eine Mischung aus Hardrock, Metal, Dudelsäcken und Schalmeien. Dabei nutzen sie ihre Spielkunst sowohl für bekannte Melodien, aber auch für Eigenkompositionen. Mit einem Augenzwinkern besingen sie dabei bekannte Themen aus der Mittelalterszene und natürlich auch den Trunk der Götter, der im Titel "Metgefühl" auch schon enthalten ist. Wer das Album hört, wird die Band wahrscheinlich schnell in die Mittelalterrock-Schublade stecken, doch das ist nur eine Seite der Band, denn die Einflüsse sind zahlreich und die Genregrenzen fließend, wie der Met in den Trinkhörnern. Haggefugg klingen dabei schon wie "alte Hasen" der Szene, dabei haben die Kölner Jungs erst 2015 zum ersten Mal live auf der Bühne gestanden. Nach der EP "Trinkt aus!" war die Aufnahme des ersten Studioalbums ein logischer Schritt, welcher 2016 in Forrm von "Metgefühl" umgesetzt worden ist.


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Haggefugg sind:
Gregor Krähenkehle: Gesang
Dudel zu Lang: Dudelsack, Schalmei, Flöten
Henry d'Humel: Gesang 2, Darbuka, Dudelsack 2
Martin Lauther: Gitarre
Bassbär: Bass
Hauptmann Klopfer: Schlagzeug

Tommy2Rock:

Laut, dreckig und humorvoll startet "Metgefühl" schon im Intro und legt mit "Met, Wirt, Bestellt!" direkt schon einen Partykracher nach. Das bei dem Titel das Göttergetränk Hauptthema ist, wird niemanden überraschen. Dazwischen gibt es Szeneklassiker wie "Ai vis lo lop" und "Villemann of Manghild", die sich hervorragend in Liste der Eigenkompositionen einreihen. Neben den sauber eingespielten Instrumenten, punkten Haggefugg vor allem beim Gesang, denn Gregors Stimme hebt sich sehr markant aus der stimmlichen Masse ab und bietet sowohl klaren Gesang, als auch eine härtere Gangart, wie man es zum Beispiel bei "Spielmannssünden" hört. So entsteht aus harten Gitarren, lauten Dudelsäcken und dem Gesang ein Sound, der sich selbst zur nächsten Party einlädt, um diese zu rocken.

Mein Fazit: Bei "Metgefühl" dachte ich an vielen Stellen "Das klingt ja wie..." und es sind mir gleich mehrere Bands eingefallen, deren Stil sich in den Liedern wiederfinden lässt. Wenn man nun aber liest, welche Bands Haggefugg als ihre Vorbilder und Einflüsse sehen, verwundert es einen viel weniger. Allerdings machen die Jungs nicht einfach was nach, sondern nehmen sich von allem ein wenig und machen daraus ihr eigenes Ding. Und wo andere Bands noch bemüht komisch klingen, schaffen es Haggefugg ihren Humor ungezwungen einzubauen und sorgen damit immer wieder für den ein oder anderen Lacher. Herausgekommen ist eine Mittelalterrock Partyscheibe, an der nicht nur Fans des Genre Gefallen finden werden. Meine Anspieltipps sind: "Met, Wirt, Bestellt!", "Spielmannssünden" und "Seemannsgarn".

Adgarios:

Beim ersten kurzen Reinhören hatte ich mit Haggefugg so meine Probleme. Der Gesang war "anders", musikalisch war es "nur ein weiteres MA-Rock-Album" - als die Scheibe das nächste mal im Player landete, musste ich schnell feststellen, dass der erste Eindruck schwer getäuscht hat. Die "Krähenkehle" Gregor klingt nicht wie... und versucht es auch nicht - er hat seine eigene Art und hebt dadurch die Band von anderen ab. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber es lohnt sich alle mal. Instrumentalisch gehen Haggefugg den "Standardweg" der Mittelalterrocker mit Dudelsack, Gitarre, Bass und Schlagzeug macht man sicher nix falsch, aber hier und da etwas frischer Wind täte den 6 Spielmännern sicher sehr gut und man würde sich noch mehr von der Masse abheben.
Es gibt Bands, die nach dem 3. Album nicht so gut klingen wie die Kölner auf ihrem Erstlingswerk. Ich hoffe das Haggefugg ihren Weg weiter gehen und uns weitere gut Werke präsentieren werden - das potenzial zu einer Szenegröße zu werden, haben sie auf jeden Fall.


Gesamtbewertung:
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